Kurzreview: Thor

So, grade wieder da. Heute stand ein Spontanbesuch bei „Thor“ auf dem Programm.

Mein Fazit: Ganz nett, aber nicht so gut wie erhofft. Schwer zu erklären, wo der Film für mich persönlich gepatzt hat, aber ich hatte es mir irgendwie epischer vorgestellt.

Extrem kurz zusammengefasst lief der Film für mich in etwa wie folgt ab:

In Asgard agieren Thor, Odin und Loki einen schwelenden Sohn – Vater – Sohn Konflikt aus, in dessen Konsequenz Thor, seiner göttlichen Kräfte beraubt, auf die Erde verbannt wird. In diesem Zwangsexil fällt er der „Forscherin“ (der Hintergrund und die Herkunft werden nicht näher beleuchtet) Jane Foster (Natalie Portman) und ihrem Team quasi vor die Füße.

Diese ist auch gleich ganz fasziniert von Thor in seiner Rolle als etwas durchgeknallter, skurriler aber dennoch liebenswerter, leicht tollpatschiger aber ehrenhafter Muskelmann. Vor allem als er sich als Hilfe anbietet, ihre beschlagnahmten Forschungsunterlagen von S.H.I.E.L.D. wieder zu beschaffen.

Unterdessen riechen Thors Freunde in Asgard Lunte und machen sich auf den Weg, ihren alten Kampfgefährten von der Erde abzuholen und mit den dunklen Machenschaften in ihrer Heimat aufzuräumen.

So kommt es, nach einigen Verwirrungen, Ränkespielen und Kämpfen, dann auch und der Rest ist Geschichte.

Für meinen Geschmack ein bisschen zu wenig Action und ein paar Szenen zuviel in denen Jane Foster ihre mysteriöses Sternenkind anhimmeln darf. Trotzdem, wenn die Hämmer, Schwerte und Äxte fliegen, ist das hochgradig sehenswert.

Generell wird dem Auge sehr viel geboten. Sowohl die kühle, prunktvolle Ästhetik von Asgard mit dem schimmernden Bifröst als auch die Actionsequenzen haben mir optisch und von der Choreografie sehr gut gefallen.

Alles in allem ein Film, den man sehen sollte, wenn man leichte Actionkost sucht, die restlichen Filme aus dem Marvel-Universum kennt und mag und sich auch von einem leichten Touch Romantik nicht gestört fühlt. Und ein bisschen was zu Lachen gibts auch.

Wie gesagt, insgesamt hätte ich mir den Film ein wenig actionlastiger und etwas düsterer in der Grundstimmung gewünscht. So gibts von mir nach Criticker Wertung 65 von 100 Punkten.

P.S. Ein überfälliger 3D-Rant: Wer den Film sehen möchte, sollte das meiner Meinung nach in der 2D Variante tun. Der Großteil von „Thor“, sowie auch viele Actionsequenzen, spielen in einer düsteren, dunklen Umgebung. Für diese Bilder ist die 3D Technik aber bei weiten noch nicht ausgereift genug. In einem zu dunklen Bild dauert es nach meinem Empfinden sehr viel länger, den optimalen „Fixpunkt“ für die 3D Sicht zu finden. Das Bild bleibt merklich länger unscharf. Und wenn in der betrachteten Szene ein epischer Kampf auf Leben und Tod mit gefühlten 3 Perspektivwechseln in der Sekunde stattfindet, sieht man gar nicht mehr scharf, sondern nur noch einen verwischten Streifenbrei aus dem vereinzelt Details auftauchen anhand derer man den ungefähren Kampfablauf rekonstruieren kann. Ich glaube, von den Kampfszenen hat man auf einem vernünftigen LCD und Blu Ray im Endeffekt mehr aus in der verwischten 3D Version. Digital 3D hin oder her. Also, beschränkte Guck-Empfehlung meinerseits, aber wenn, dann in 2D. Und bleibt während des Abspannes sitzen. Zum einen ist der 3D Flug durchs Universum ausnahmsweise wirklich beeindruckend und zum anderen gibts am Ende des Abspanns noch ne kleine Überraschung.

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