Archiv für Kategorie ‘Allgemein’

Frust mit dem HTPC – Experiment gescheitert?

Vor einiger Zeit habe ich mir ja einen schönen, kleinen HTPC auf Nvidia Ion Basis zusammengebastelt und schon kurz drüber gebloggt.

“Damals” war der Plan, das ganze auf einem kleinen, schlanken und schnellen XBMC-Live System laufen zu lassen. Einem dedizierten Basis-Linux, dass direkt in die sehr ansprechende GUI vom Xbox Media Center bootet. Die Konfiguration lief auch eigentlich ganz gut. Dateiverwaltung lief, der HTPC hat alle Formate erkannt und auch Full HD problemlos und ruckelfrei über HDMI ausgegeben,  es gab allerdings 2-3 kleine Probleme, die mir langsam aber sicher den Spass an der Sache vermiest haben.

Zum einen hatte das Text-Linux den Nachteil, dass ich das Wlan nicht stabil zum Laufen bekommen habe. Zwar war es kein wirkliches Problem  mal eben ein Kabel an den Router anzuschliessen, aber um mal eben kurz ne Fernwartung anzustossen oder RSS Feeds zu lesen war das ganze doch zu aufwändig.

Zum anderen gefiel mir die Content-Verwaltung vom XBMC Live nicht sonderlich. Damit die integrierte Verwaltung die Filme und Serien richtig indexieren kann, mussten die Dateien nach einem bestimmten System benannt sein. Eine alternative Auswahl per Ordnerstruktur war nicht vorgesehen. Dateien, deren Namen nicht der Konvention entsprechen, werden einfach nicht angezeigt. Auf Dauer auch nervig.

Daher fiel vor einige Wochen die Entscheidung, dass Experiment XBMC Live als gescheitert zu erklären und das System neu aufzusetzen. Diesmal mit einem Win 7 Professional 64 und dem MediaPortal V. 1.1.0.

Zu Anfang war auch alles im Lot. OS installiert, neueste Treiber gezogen. MediaPortal installiert. Bingo. Navigation per Ordnerstruktur, uralte X10 Fernbedienung hat out-of-the-box funktioniert, schicke Skins nachinstallierbar. Alles super. Aber dann der erste Rückschlag: FullHD war Diashow. Ein bisschen googel brachte aber da schnell Abhilfe. Die richtigen Codecs installiert, die CUDA Unterstützung (also Videoberechnung im Nvidia Grafikprozessor) für die Videocodecs aktiviert, Neugestartet und ausprobiert: Volltreffer!

FullHD lief flüssig mit unter 30% Prozessorlast. Und damit war die Einrichtung für mich beendet und ich glücklich.

Bis vor ein paar Tagen. Dann war auf einmal Schluss mit FullHD. Fragt nicht warum, ich weiss es nicht. Es lief einfach nicht mehr. Ruckeln, Hängen und Artefakte soweit das Auge reicht. Ohne dass ich was an der Konfiguration geändert hätte. Es war zum Haare raufen und ich habe mal wieder einige Stunden mit den Tätigkeiten verbracht, auf die ich eigentlich keine Lust mehr hatte: Codec-Gefrickel. Installieren, Deinstallieren, Konfigurieren, Deaktivieren. Alles.

Heute dann der letzte Versuch. Alles auf Anfang, alles Codecs runter, alle Einstellungen gelöscht, MediaPortal Cleanup, the Full Monty sozusagen.

Dann alles wieder drauf. Codecs installiert, konfiguriert, CUDA aktiviert. MediaPortal gestartet und… das gleiche Bild. Nur diesmal mit dem Bonus, dass die Soundausgabe über HDMI auch über den Jordan gegangen ist.

Und nun hab ich keinen Bock mehr. Ich guck jetzt erstmal wieder über VLC, FullHD kann ich mir fürs erste Abschminken und ich werde jetzt anfangen, auf eine Western Digital Live HD zu sparen.

Macht doch alles keinen Sinn mehr. Für die ION Hardware werde ich wohl noch einen guten Verwendungszweck finden, aber ein bisschen schade ums schöne Gehäuse isses schon.

Kleines Update aus dem Stadtpark

Das in meinem Custom ROM fürs HTC Hero eingebaute Tool fürs Wlan-Tethering funktioniert ausgezeichnet.

Trotzdem werd ich mir bei Gelegenheit und sobald die finanziellen Mittel das zulassen, einen UMTS-Stick zulegen. Ist dann doch etwas komfortabler und sicherer.  Wobei mein Lifebook S6410 ja alles Anschlüsse und Antennen für den Einbau eines UMTS Modems mitbringt. Blöd nur, dass die, für das Notebook  ”zugelassenen” Sierra Wireless Modems auf dem freien Markt alle so um die 200€ kosten. Das ist mir doch etwas zu happig. Vielleicht gibts ja ne günstige Ebay/Hongkong Alternative.

Neoblogismus jetzt auch mit mobilen Theme

Ich behandel in diesem Blog ja aus privatem Interesse gern mal Android-Themen. Daher wurde es langsam mal Zeit der Seite auch ein Theme zu verpassen, dass die komfortable Darstellung in mobilen Browsern ermöglicht. Ich mein, ist schon peinlich über mobiles Surfen zu schreiben und die Seite in keinster Weise für solche Endgeräte einzurichten.

Als absoluter WordPress-Neuling hab ich erstmal 2-3 verschieden Plugins für die Anpassung an mobile Browser ausgetestet und einfach blauäugig installiert. Das hat allerdings nichts gebracht. Entweder war das Plugin nicht mit WP 3 kompatibel, irgendwie falsch programmiert oder die Einrichtung überstieg meine Kapazitäten um ein Vielfaches.

Meine persönliche WordPress-Beraterin Ricarda von Blogblume.de hatte dann allerdings den richtigen Tipp für mich. Ab heute läuft mein Blog auf  iPhones und Androids mit dem, wie ich finde sehr ansehnlichen, WPtouch iPhone Theme. Ist zwar fürs iPhone gedacht, funktioniert aber eigentlich für alle Endgeräte gleich gut.

Vielen Dank noch mal @Ricarda und jetzt auch viel Spaß beim mobilen Surfen.

Handy-Blogparade mit Gewinnspiel bei Gilly.Ich bin dabei!

Hallo liebe Netzgemeinde. Es ist mir fast schon wieder peinlich, dass mein heutiges Auftauchen nach tagelanger Abstinenz einen so profanen  Grund hat, aber ich will mir die Chance nicht entgehen lassen beim Handygewinnspiel unseres heissgeliebten Alpha-Bloggers Gilly mitzumachen bei dem es ein nagelneues HTC Wildfire zu gewinnen gibt.

Zu diesem Zweck wurde die Blogosphäre aufgerufen, die derzeit aktuellen Handys zu präsentieren und einige Fragen zu beantworten. Und hier also meine Antworten:
Ich bin seit über einem halben Jahr ein ziemlich zufriedener Android- Nutzer und im Besitz eines HTC Heros (im T-Mobile G2 Touch Branding, Schwarz sieht einfach besser aus). Alles in allem bin ich von der Plattform Android sehr überzeugt und, wenn man bedenkt wie schnell die Entwicklung voranschreitet, ziemlich sicher, dass der große Kampf im Bereich der Smartphones im Consumer-Bereich zwischen Android und Apple ausgefochten wird. Das Hero als Gerät selber war bei mir Liebe auf den ersten Blick. Genau die richtige Größe, hervorragende Ergonomie, ein einfach zu reinigender Touchscreen und eine handschmeichelnde Gummierung der Rückseite: Ich wollte das Gerät beim ersten Mal gar nicht mehr aus der Hand geben. Die Umgewöhnung auf eine reine Texteingabe per Screen hat zwar ein paar Tage gedauert, ging aber ziemlich schnell recht flüssig von der Hand. Dazu komm, dass beim Hero die Entwicklerszene recht groß, d.h. es werden ständig neu modifizierte ROMs veröffentlicht, die verschiedene Verbesserungen und Optimierungen anbieten und ein ROM-Wechsel ist durch ebenfalls verfügbare Recovery-ROMs und Backupfunktionen schnell und sicher zu bewerkstelligen.

Genutzt wird das Handy über einen O2 Prepaid-Vertrag (keinen Vertrag wenns sich vermeiden lässt!) mit der Internet-Flat M, die wohl allerdings bald gegen das nächstgrößere Paket ausgetauscht wird. Bei starker Nutzung sind 200MB Datentransfer einfach zu wenig und mit gedrosselter Geschwindigkeit macht z.B. Google Maps keinen wirklichen Spaß.

Da  mir meine Digi-Knipse vor einiger Zeit leider abhanden kam und daher momentan das Handy mein Kameraersatz ist, fällt es mir natürlich schwer, ein eigenes Foto hochzuladen. Daher alternativ ein Foto eines anders gebrandeten HTC Hero in Schwarz. Sieht fast so aus wie meins:

Als kleines Bonbon wollte ich auch noch kurz eine kleine Liebeserklärung an mein allererstes Handy loswerden: Das “legendäre” Sony CMD J5. Genau: Sony! Nicht Sony-Ericsson, einfach nur Sony. Von der Kooperation war nämlich  bei Erscheinen des J5 noch keine Rede. Um es kurz zu machen, auch das war eine reine Bauchentscheidung. Ein stylisches, schmales, leichtes Handy welches, damals eine wirkliche Innovation, schon polyphone Klingeltöne und ein grafisches Display bieten konnte. Dazu eine unglaublich komfortable Bedienung per Jog-Dial und ich war ihm verfallen. Und da das Gerät auch noch sehr robust und solide gebaut wurde, hab ich es fast 4-5 Jahre im Einsatz gehabt und auch nur ausgemustert, weil ich doch langsam mal aufrüsten wollte. Funktionsfähig ist das gute Stück nämlich immer noch uns sieht für sein Alter auch noch echt gut aus wie ich finde!

http://neoblogismus.de/?attachment_id=252

Soviel also zu meinem ersten und aktuellem Handy. Grüsse und Viel Glück an alle die hier bei Gillys Gewinnspiel mitmachen!

Meine Must-Have Android Apps

Ich bin ja fast schon ein Early Adopter was Android angeht, bin ich doch schon seit einigen Monaten überzeugter Besitzer eines HTC Hero, welches jetzt auch endlich nach langer Wartezeit das Update auf Android 2.1 erhalten hat. Da ich im Zuge des Updates das Gerät komplett wipen musste, hab ich mir mal Gedanken gemacht, welche Apps für mich wirklich unverzichtbar geworden sind und will an dieser Stelle in loser Reihenfolge kurz meine absoluten Favoriten für verschiedene Anwendungsbereiche vorstellen. So eine Liste ist natürlich dynamisch und nie komplett, aber man muss ja mal anfangen. Also:

Appverwaltung:
Für die generelle Verwaltung von Apps benutze ich “Appbrain” auf das ich durch Caschys Blog gestoßen bin. Eine Onlineverwaltung mit entsprechendem App auf dem Handy, mit dem man unkompliziert die derzeit installierten Apps synchronisieren, Listen erstellen und sich Apps zur Installation oder auch Deinstallation vormerken kann. Diese vorgemerkten Apps werden dann entsprechend bei der nächsten Synchronisierung installiert bzw. vom Handy entfernt. Das alles ist mit dem Google Account verknüpft, den ich als Android Nutzer sowieso hab, ich musste mich also nicht noch extra irgendwo anmelden. Praktisch vor allem bei so Aktionen wie OS Updates oder auch Telefonwechseln bei dem man mit einem Rutsch seine gespeicherten Apps wieder auf das neue Gerät installieren kann.

Twitter:
Mein ganz klarer Favorit als Twitterclient für Android ist Twidroyd (bis gestern bekannt als Twidroid). Warum? Ist wohl auch viel Geschmackssache, aber Twidroyd gefällt mir einfach. Viele andere Twitterclients sind mir zu bunt, zu verspielt und zu mies im Handling. Twidroyd hat ne klare, schnörkellose Optik, ein eindeutiges Userinterface und man hat Zugriff auf so ziemlich alle Dienste rund um Twitter wie bit.ly, Upload zu Twitpic, Yfrog etc. Twidroyd ist werbefrei, unterstützt aber nur in der 3.99€ teuren Pro-Version Startmenü-Widgets und Multi-Accounts. Beides Dinge auf die ich verzichten kann, trotzdem spiele ich mit dem Gedanken mir bald die Pro Version zuzulegen, eben auch um die Programmierer zu unterstützen.

Newsreader:
Hier ist mein Favorit ganz klar Newsrob, ein Google Reader Client fürs Android. Newsrob übernimmt automatisch alle Abonnements inklusive Listen, Kategorien und anderen Einstellunge des Google Reader Accounts und ruft Aktualisierungen in konfigurierbaren Intervallen aus dem Internet ab. Seitdem ich mich mal ein bisschen um den Google Reader gekümmert habe und meine Feeds und News-Seiten eingepflegt und vorsortiert hab, ist NewsRob für mich echt unverzichtbar. Ist die neben Twitdroyd die erste App die morgens in der U-Bahn gestartet wird und ersetzt seit einiger Zeit den Blick in die Zeitungen um die neuesten News zu checken. Die Ansicht wird dabei wie ich finde sehr gut für den Handy-Screen aufbereitet, mit einigen Feeds gibt es allerdings leichte Darstellungsprobleme. Aber keine große Sache, durch simplen Druck kann man jeden Artikel auch im Browser öffnen. Artikel faven, merken, veröffentlichen und sharen über Mail, Twitter, WordPress etc. pp: Alles integriert. Allerdings hab ich so den Eindruck, dass der konzentrierte Blick auf sein Smartphone im Bus oder der U-Bahn noch ganz anders aufgenommen wird als der Anzugträger der in der Süddeutschen blättert. Der eine liest eine renommierte Tageszeitung, der andere wird abgestempelt als einer von den Techies, die die ganze Zeit auf ihr Handy starren, ganz egal ob ich mir da grad die neuesten Comics von XKCD reinziehe oder die Wirtschaftsnews vom Wall Street Journal auf den Schirm geholt habe (was ich nicht tue, aber aus Prinzip!). Wie gesagt, für mich ersetzt NewsRob zusammen mit dem Google Reader die Printmedien im normalenArbeitsalltag mittlerweile komplett und ich denke wenn viele Leute erst mal begreifen wie viele Informationen man sich heutzutage so mühelos auf sein Smartphone holen kann, wird die Rezeption von solchen “Handystarrern” sich auch schnell ändern. Wird einfach Teil des Alltages werden.

So, das war die erste Runde von meinen Lieblings-Apps, aber weitere Tipps folgen in Kürze.

Mein neuer Lieblings-Einzeiler (Achtung, WM Content!)

Treffen sich ein Italiener und ein Franzose am Flughafen…

Twitter und der Anspruch an die Medien

Heute zwischen 21:30-21.40 wurde bei Twitter die Meldung des Göttinger Tageblattes verbreitet, dass in Göttingen eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg bei der Entschärfung detoniert sei. Die Seite des Göttinger Tageblattes mit einer Art Livestream von Neuigkeiten war zu der Zeit der einzige Anlaufpunkt für Informationen, bezog selbige aber zumindest teilweise aus Twitter selber. Zitierte damit aus einem Medium, welches, wie ich finde, nicht wirklich verifizierbar ist und daher auch keine journalistisch belastbaren Aussagen treffen kann.

Keine Stunde später, es lagen immer noch keine offiziellen Aussagen der Feuerwehr oder Polizei vor, begannen die ersten Twitterer schon, sich über das Desinteresse der etablierten Medien aufzuregen, als wäre den entsprechenden Institutionen die Meldung nicht wert genug gesendet zu werden.

Dabei wird anscheinend übersehen, dass grade bei einem so heiklen Thema  wie einer Explosion mit mutmaßlichen Todesopfern und Verletzten, die Medien sich auf jeden Fall ihre Informationen und ihre Meldungen journalistisch absichern müssen. Jede Falschmeldung, jedes falsche verbreitete Gerücht fällt im Endeffekt auf die Glaubwürdigkeit der Medien zurück. Da muss im Sinne der journalistischen Qualität einfach mit  einer gewisse Sorgfalt gearbeitet werden.

Ich finde es generell schon unglaublich schnell, wenn die Medien bereits innerhalb einer Stunde über ein so aktuelles Ereignis berichten.  Eine Zeit, in der die Polizei bestimmt keine Pressekonferenz vorbereiten und abhalten könnte. Das ist ein Phänomen, das bestimmt auch den Echtzeitinformationen von  Twitter und anderen Online-Medien zu verdanken ist.  Nachrichten verbreiten sich jetzt halt in Echtzeit. Trotzdem ist es mir persönlich lieber, wenn sich die “alten” Medien etwas mehr Zeit nehmen, sich dann aber bei ihrer Berichterstattung sich auf mehrere und offizielle Quellen stützen können anstatt blind weiter zu verbreiten, was an Infos über den ständigen Datenstrom von Twitter und Co. verteilt wird.

Erste Quelle im Göttinger Tageblatt

Update: Jetzt, nachdem Sprecher der Feuerwehr die Meldung bestätigen konnten, berichten auch die “offiziellen” Medien http://www.n24.de/news/newsitem_6095848.html

Neues Projekt: HTPC auf Ion-Basis

Ich bin anscheinend der Typ, der beruflichen und privaten Frust durch die Anhäufung materieller Güter kompensiert. Konsum-Kind eben, ich finds nicht gut, aber immerhin bin ich mir meiner Schwäche bewusst.

Da in den letzten Wochen das Frustpotential wieder recht hoch war, musste also ein neues Projekt/Spielzeug her. Eine Idee war eine neue Kompaktknipse, da meine letzte auf dem Jungesellenabschied eines Freundes spurlos verschwunden ist. Allerdings wäre es sogar übertrieben, mich als Hobbyfotografen zu bezeichnen. Meine Ausflüge in die Fotografie beschränken sich eigentlich nur auf schlechte und/oder peinliche Party-Schnappschüsse. Daher war der akute Bedarf an einer neuen Kamera nicht ausreichend genug  um mich zu einem Spontankauf zu bewegen.

An anderer Stelle tat sich allerdings nach dem definitiven Abrauchen meiner Xbox360 ziemlich bald ein sehr drängender akuter Bedarf auf: Die Möglichkeit, meine HDTV-Glotze schnell und komfortabel mit digitalen Inhalten zu versorgen.

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